es ist still um ihn geworden

kaffeetasse es ist still um ihn geworden

Tatsache. Elf ganze Tage ist der letzte Blogeintrag her. Ich hab mir einiges vorgenommen. Oder mich dazu gezwungen. Oder auch nicht? Keine Ahnung. Ich hatte irgendwie immer was zu tun. Oder keine Lust. Merkwürdig, wie schnell der Elan schwindet, einen Blog regelmäßig und ordentlich zu führen, wenn man beginnt, sein Leben und leben. Ich war auf Tour mit einem VW Bus, auf Kindergeburtstagen, am Meer, bei Verwandten oder sie bei mir. Und ganz allein in Hamburg. Sehr geil. Allein reisen macht unheimlich Spaß habe ich gemerkt. Keiner geht dir auf den Sack und du kannst tun und lassen, was du eben willst. Und Backfisch. Was man in elf Tagen alles schaffen kann.

Allein in Hamburg – ohne Handy – konnte ich ganz viel in mich hinein horchen und hab überlegt was ich gerade so mit mir anstelle und was ich vielleicht mit mir anstellen sollte. Hab gegrübelt, ob, worüber und wie ich über Hamburg schreibe. Dabei ist mir eingefallen, dass ich noch nicht mal über meinen VW Urlaub geschrieben und das versprochenen DIY  umgesetzt habe. Das etliche wunderschöne Verse in meiner Bibel App markiert und nicht geteilt wurden. Es ist still geworden um meinen Blog. Anfangs fühlte ich mich in der Pflicht, weiter zu berichten und alles Mögliche aus meinem Leben so bald wie möglich zu verbreiten und wie eine Süchtige auf Entzug auf Likes und Follower zu hoffen. Herr Gott, wieso macht man so etwas? Sich damit befriedigen, mit virtuellem Zeug, dadurch Anerkennung und Bestätigung zu erlangen und sich wichtig zu fühlen. Mit ’nem Blog. Hallo?

Was macht das Social Networking mit unserer Generation. Das wir unheimlich geil darauf sind, geliked, geshared und gerebloggt zu werden, finde ich gruselig. Und unnötig. Es ist viel erfüllender, mit echten Menschen zu reden, also, du weißt schon, solche mit Haut und Haaren, nicht mit 0 und 1. Befreiender, weil du irgendwann nicht mehr darüber nachdenkst, wie du wohl an mehr Leser kommst und deine zukünftigen Posts besser gestalten kannst. Und auch mal eine Antwort bekommst. Zeitverschwendung. Ich war schon einige Male unheimlich müde und verschlafen, weil ich bis tief in die Nacht geschrieben und Fotos bearbeitet habe. Wieso tue ich mir das an? Warum hab ich überhaupt mit dem Schrott angefangen? Weil ich keine Freunde und fast niemanden zum Reden hatte. Wie erbärmlich. Da erzähle ich dem Internet den ganzen Irrsinn und traue mich nicht, Menschen anzusprechen.

In Hamburg klappte das super. Klar, die Leute dort sind um einiges extrovertierter, aber es war trotzdem cool zu merken, wie einfach es ist, ein Gespräch zu beginnen. Ich überlege also hin und her, ob ich diesen wunderschönen Blog noch weiter führe und ihm noch mehr Aufmerksamkeit und Zeit schenke, die ich in viel schönere und brauchbarere Dinge investieren könnte. Um Himmels Willen möchte ich nicht alle anderen Blogs nieder machen und schlecht reden. Jedem das Seine. Ich werde immer noch diverse DIY Blogs verfolgen und mir einige Sachen durchlesen. Dennoch empfinde ich es irgendwie nicht als richtig, oder echt, ständig gefolgt oder geliked werden zu wollen und sich dadurch besser zu fühlen. Mir fallen irgendwie gar nicht die richtigen Worte für mein Empfinden und meine Abneigung ein.

So schnell ging das, gerade mal knapp drei Monate und ich hab schon kein Bock mehr. Mal sehen, ob und was noch so kommen wird. Jedenfalls stecke ich meine Begeisterung und meine Energie für die nächste Zeit in sinnvollere Sachen und möchte etwas oder viel mehr für mich tun und mich unters Volk mischen. Genug mit der like, follow und share Sucht. Handy weg, Liebe & Entschleunigung. ♡

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kleiner post: sicht versperrt

Freitag Morgen, Punkt acht Uhr. Poltern, krachen, schreien, Lärm. Die Gerüstbauer sind da. Und versperren mir meine wunderschöne Aussicht vom Balkon. Mäh. In einem Affenzahn wird das metallische, laute und hässliche Zeug aufgebaut. „Ist der Kaffee schon fertig? Wir sind gleich da!“, brüllte einer bei der ersten Etage zu mir hoch, als er mich auf meinem Balkon entdeckte. Ich hab kurz überlegt, aber fünf Kaffee, nee.

sicht versperrt - haus wird renoviert

Unser Haus wird endlich renoviert. Das hässlichste Haus in der schönsten Straße. Sowas von heruntergekommen. Schade eigentlich, war immer ne gute Wegbeschreibung. Aber jetzt wird alles neu gemacht, der Flur tapeziert, neuer Boden verlegt, Hauswände gestrichen und Zaun lackiert. Unsere Nachbarin hat erzählt, dass damals – als sie noch jung war, wahrscheinlich – unser Haus das schönste in der ganzen Straße war. Schien wohl wirklich ’ne ganze Weile her zu sein. Und bald wird es in einem neuen Glanz erstrahlen und die Nachbarschaft umhauen! Hoff ich zumindest. Und ich hoffe, das es schnell geht. Weiß nämlich nicht wohin so lange mit meinen hübschen, billigen Gartenmöbeln und den sonnesüchtigen Pflänzchen.

sicht versperrt - haus wird renoviert

Sechs bis acht Wochen wird das wohl dauern. Wir sind jetzt bei Woche drei. Und so viel ist noch nicht passiert… Ich hoffe, das Klappergestell bleibt nicht all zu lang stehen, damit die Bauherren das Muster meiner Raufasertapete nicht auswendig lernen können. ♡

ich muss unbedingt abnehmen…

…sagte sie und schmierte zum zweiten Mal um halb zehn abends Zentimeterdick Nutella auf’s Brot. Herr Gott, ich hab eben Hunger und kaum was im Kühlschrank. Davor gab’s ’nen Apfel, aber die machen mich irgendwie noch hungriger. Mäh. Hand auf’s Herz, Mädel: wie oft denkst Du darüber nach, ob Du jetzt reinbeißen solltest, oder lieber doch nicht? Wie viele Diäten haste schon durch? Und wie oft machste Sport? Zu eins: immer. Zu zwei: viele. Zu drei: zu wenig. Finde den Fehler… Scheiß auf deine Komplexe und fang an zu essen, was du verdammt noch eins willst.

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i ain’t gonna be the first to cry

Eigentlich sollte es mir besser gehen als jemals zuvor. Um es ganz krass zu formulieren natürlich. Ich werde gemocht, umgarnt, beeindruckt. Meine Zeit verbringe ich mit einem wohltuenden Wesen und es ist paradiesisch. Ich sollte jeden Augenblick genießen, voll auskosten, glücklich sein und mich darüber freuen. Aber ich kann nicht. Es ist wie eine Mauer, die ich mir täglich mit einem neuen Backstein Stück für Stück aufbaue, um mich zu schützen und mir gleichzeitig zu schaden. Umso weniger ich mich öffne, desto weniger wird es wehtun. Am liebstem würde ich mir einen solchen Backstein in die Fresse hauen, damit ich endlich mal den Kopf frei kriege und diese beschissenen Gedanken aus meinem verkorksen Hirn raus prügeln kann. Wenn das so einfach wäre…

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wunder gibt es immer wieder

Letztes Jahr im Sommer schenkte mir meine herzallerliebste Großmutti eine Orchidee. Wunderschöne Pflanzen. Höchst anspruchsvoll. Großartig. Ich habe mich riesig gefreut, meine Bude mit so einem hübschen Ding zu dekorieren, doch im nächsten Moment tat mir das bezaubernde Gewächs unheimlich leid. Es war zu Tode verurteilt. Mein grüner Daumen ist nämlich so grün, wie die Seele des Hades. Pechschwarz. Bei mir sterben sogar Kaktusse – äh, ich meine Kakteen. Also wollte ich mich über die ästhetische Blütenpracht so lang erfreuen, wie es nur ging, ganz ohne die Erwartung und Hoffnung, dass sie im nächsten Jahr wieder meine Fensterbank zieren würde…

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entdeckt und geld verdient: airbnb

Durch meine mit einzige Freundin – die natürlich noch in Köln wohnt – habe ich eine sehr coole Seite entdeckt. Geld verdienen mit fast nichts tun: bei AirBnB. Ich hatte bisher noch gar nichts von dem Verein gehört, aber fand den Gedanken ganz interessant, seine Wohnung nächteweise zu vermieten und damit ordentlich zu kassieren. Na ja, wenn jemand mal nach Bremen will, wieso nicht. Keine paar Tage hatte ich mein hübsches Heim inseriert, bekam ich die erste Anfrage. Drei Nächte wollte sie bleiben. Yeah, 100 Euro! Sie ist doch nur zwei geblieben. Egal, yeah, 70 Euro! Abgesehen von dem etwas verwirrenden System und Informationen von AirBnB, lief es eigentlich ganz gut. Und das fast nichts tun ist auch so eine relative Sache…

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kleiner post: immer das selbe

Wieso komme ich immer wieder auf die Idee, mir Abends die Fingernägel zu lackieren? Und wieso zur Hölle muss ich immer direkt danach auf’s Klo? Nichts nervt mich mehr, als das ich wie Edward mit den Scherenhänden meine Hose runterziehe und versuche, den frischen Lack bloß nicht zu zerstören. Jedes mal ohne Erfolg. Ich hasse es. Und wenn der Lack nicht davon am Arsch geht, dann spätestens im Bett, wenn sich nachts ein wirrendes Muster eingraviert hat und ich mir dann morgens nochmal die Nägel lackiere. Kotz. Im Notfall Mattlack drüber und warten, dass die erste Ecke abplatzt und ich den ganzen Schrott wieder abschrubbe. Und wieso sieht die Farbe Abends eigentlich immer besser aus als am Tag danach? Versteh ich alles nicht. Immer diese Kosmetik-Probleme.

immer dieses geld

Gẹld [ɡɛlt], das; -er, auch Cash, Kies, Knete, Moneten, Zaster, Asche; in staatlichem Auftrag aus Metall geprägtes oder auf Papier gedrucktes Zahlungsmittel. – Duden

Geld ist jedes allgemein anerkannte Tausch- und Zahlungsmittel. Es können unterschiedliche Geldformen bestehen, vor allem Bargeld (Geldmünzen und Banknoten) und der Zahlungsanspruch einer Nichtbank gegenüber einer Bank (Buchgeld und Giralgeld). Der Begriff stammt von dem althochdeutschen gelt (= Vergeltung, Vergütung, Einkommen, Wert) ab. – Wikipedia

Wenn man kein Geld hat, denkt man immer an Geld. Wenn man Geld hat, denkt man nur noch an Geld. – Jean Paul Getty

Geld ist scheiße. – Ich

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auf zwei rädern ans meer

Ich brauche Urlaub. Ganz dringend. Aber wohin kommt man mit einem Budget von ungefähr null Euro? Genau, überall hin. Mit dem Bike. Ich will ans Meer, einfach weg, raus aus der Stadt und aus dem Alltag. Und wenn’s nur für ein paar Stunden ist. Und diese Stunden waren wunderschön. Wunderschön.
Also, ab auf’s Rad schwingen und sich in ungefähr acht Stunden den Mors wund fahren. Wer kam auf die dumme Idee, mit dem Fahrrad – ich wiederhole, mit dem Fahrrad –  vom Bremen nach Bremerhaven zu fahren? Eine wunderschöne, dumme Idee von mir. 80km lang Natur, Schafe, frische Luft, Bewegung, Spaß, Schmetterlinge und Schmerzen…

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nominiert für den liebster blog award ♡

Wow! Einen ganz ♡lichen Dank an Jane Carrot für die Nominierung!
Da mach ich doch unheimlich gern mit.

Die Regeln:

• Danke dem Blogger, der Dich nominiert hat
• Verlinke den Blogger, der Dich nominiert hat
• Füge eines der Liebster-Blog-Award Buttons in Deinen Post ein
• Beantworte die Dir gestellten Fragen
• Erstelle 11 neue Fragen für die Blogger, die Du nominierst
• Nominiere 5 und mehr Blogs, die weniger als 300 Follower haben
• Informiere die Blogger über einen Kommentar, dass Du sie nominiert hast Weiterlesen